Rückfall

Als Rückfall bezeichnet man die Einnahme von Alkohol oder anderen Suchtmitteln nach einer Zeit der Abstinenz.

Rückfälle können unterschiedliche Verläufe haben. Dabei kommen folgende Subtypen vor:

a) Trockener Rückfall
Der abstinente Alkoholiker fällt in frühere Denk-, Erlebens- und Verhaltensgewohnheiten zurück. Es besteht die Gefahr, dass ein tatsächlicher Rückfall eintritt.

b) Kontrolliertes Trinken
Hierbei handelt es sich um den Versuch, mäßig zu trinken. Der Alkoholabhängige ist der unrealistischen Überzeugung, er könne kontrolliert trinken.

c) Episodischer Rückfall
Es handelt sich um einen einmaligen oder kurzfristigen Alkoholkonsum.

d) Schwerer Rückfall
Der Alkoholabhängige fällt im vollen Umfang in sein altes Trinkmuster zurück.

Einem Rückfall geht oftmals eine so genannte Rückfallkette voraus:
1. Unausgewogene Lebenssituation (beispielsweise Einsamkeit),
2. Scheinbar harmlose Entscheidungen (etwa ein Kneipenbesuch, um alte Bekannte zu treffen),
3. Rückfallgedanken,
4. Rückfallschock (nach dem ersten Glas kommt der Gedanke, dass jetzt alles egal ist, dass man auch gleich weiter trinken kann).

Prinzipiell ist ein Ausstieg aus der Rückfallkette in jeder Phase möglich. Es kann hilfreich sein, sich bereits zu Abstinenzzeiten zu überlegen, wie man aus einer Krisensituation herauskommen kann. Dabei sollte man sich vergegenwärtigen, welche Schritte man unternehmen muss, wen man ansprechen kann, um Hilfe zu bekommen.